Namibia beherbergt die weltweit größte Population an Spitzmaulnashörnern, besonders im Etosha Nationalpark. Erfahren Sie mehr über dieses seltene Tier, seine besonderen Merkmale und interessante Fakten. Selbstverständlich verraten wir Ihnen auch, wo und wie Sie die Tiere in freier Wildbahn beobachten können und warum Sie diese Begegnung nie wieder vergessen werden.
Namibia beherbergt die weltweit größte Population an Spitzmaulnashörnern. Weltweit gibt es noch etwa 6.400 Tiere, von denen 2.000 durch die Ebenen des südwestafrikanischen Landes streifen. Erstaunliche 72 % davon leben im Etosha Nationalpark, einem Zufluchtsort für die vom Aussterben bedrohte Tierart. Die gute Nachricht: Dank wichtiger Naturschutzbemühungen steigen die Zahlen wieder an. Die noch bessere Nachricht: Bei einer Safari in Etosha können Sie Spitzmaulnashörner mit eigenen Augen sehen.
Während Sie durch den riesigen Park fahren, sollten Sie bereits die Augen offenhalten. Es gibt jedoch zwei Hotspots, an denen sich die Nashörner besonders gerne aufhalten.
Dank Flutlicht können Sie hier selbst abends beobachten, wie sich Nashörner und andere Tiere auf einen Drink treffen. Dieser Livestream gibt Ihnen einen Vorgeschmack und ist perfekt, um zu Hause in Erinnerungen zu schwelgen.
Auch wenn dieses Wasserloch hauptsächlich Elefanten anlockt, schauen auch Spitzmaulnashörner gerne hier vorbei. Zwei separate Wasserlöcher versprechen doppelt so viel Spaß bei der Tierbeobachtung.
Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Spitzmaulnashorn und einem Breitmaulnashorn (abgesehen von der Maulpartie)? Wir erklären es Ihnen in ein paar kurzen Sätzen.
Spitzmaulnashörner sind kleiner als Breitmaulnashörner und wiegen bis zu 1.350 kg im Vergleich zu etwa 2.500 kg. Daher können sie auch schneller laufen und bis zu 55 km/h erreichen.
Während Breitmaulnashörner breite, eckige Lippen zum Grasen haben, verfügen Spitzmaulnashörner über eine hakenförmige Oberlippe, mit der sie Nahrung von Bäumen und Sträuchern pflücken.
Breitmaulnashörner sind eher entspannt, Spitzmaulnashörner können recht aggressiv und territorial sein. Mithilfe von Kot und Duftmarkierungen teilen sie anderen mit, wo sie sich aufgehalten haben.
Spitzmaulnashörner sind meist Einzelgänger und leben und fressen lieber allein. Männchen gelten als besonders territorial, doch auch die Weibchen dulden niemanden in ihrer Nähe – abgesehen von ihren Kälbern.
Spitzmaulnashörner begegnen Rivalen mit Knurren und trompetenartigen Rufen. Wenn sie Gefahr wittern, niesen sie, und wenn sie wütend sind, schnauben sie. Bei Angst stoßen einen hohen „Wonk“-Laut aus, und völlig verängstigte Tiere schreien. Und wenn sie sich in Sicherheit bringen, rollen sie ihren Schwanz ein.
Begegnen Sie dem Spitzmaulnashorn im Etosha Nationalpark bei diesen unvergesslichen Reisen.
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In Etosha ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie Spitzmaulnashörner in freier Wildbahn beobachten können. Dennoch gibt es auch andere Orte in Namibia, wo sie sich zu Hause fühlen. Neben privaten Reservaten und Schutzgebieten begeistern besonders diese beiden Orte mit Nashornbeobachtungen, atemberaubenden Landschaften und noch viel mehr Wildtieren.
In Kunene lebt die weltweit größte Population frei lebender Spitzmaulnashörner. Sie haben sich an die raue Wüste angepasst, können tagelang ohne Wasser auskommen und leben noch isolierter als ihre Artgenossen.
Nach einer erfolgreichen Ansiedlung aus Kunene beherbergt Waterberg heute viele Spitzmaulnashörner. Außerdem erwarten Sie hier atemberaubende Landschaften mit roten Kalksteinfelsen, die es sich zu entdecken lohnt.
Wie viele andere Tierarten sind auch Spitzmaulnashörner von Klimawandel und Lebensraumverlust bedroht, wodurch das Überleben in freier Wildbahn schwieriger wird. Die größte Bedrohung für Spitzmaulnashörner – oder Nashörner im Allgemeinen – ist jedoch die Wilderei. In der traditionellen chinesischen Medizin wird dem Horn eine heilende Wirkung zugeschrieben. Dies ist jedoch nicht der Fall. Es besteht lediglich aus Keratin, genau wie Haare oder unsere Fingernägel.
Da die Bestände aufgrund dieser Praktiken über Jahrzehnte hinweg stetig zurückgegangen sind, gilt das Spitzmaulnashorn mittlerweile als „vom Aussterben bedroht“ – nur einen Schritt entfernt von „in freier Wildbahn ausgestorben“. Aber – und das ist ein sehr erfreuliches „aber“ – die Bestände nehmen zu, und das bereits seit mehreren Jahren. Der Grund? Schutzprogramme wie Überwachung, Aufklärungsarbeit und Strafverfolgung.
Auch wenn es grausam klingt, kann das Enthornen der Nashörner ihr Überleben sichern, da sie ohne Horn für Wilderer weniger attraktiv sind. Diese Maßnahme ist aber natürlich nicht die einzige und oft lediglich der letzte Ausweg für Naturschutzorganisationen.
Der „Save the Rhino Trust Namibia“ schützt Wüstennashörner, indem er Einheimische zu Fährtenlesern und Rangern ausbildet. Eine perfekte Win-Win-Situation: Die Nashörner werden geschützt, und die Einheimischen verdienen Geld.
Natürlich leistet auch Etosha seinen Beitrag. Gemeinsam mit dem WWF spüren sie Nashörner auf, markieren deren Ohren zur Identifizierung, warten Fahrzeuge für die Wilderei-Bekämpfungseinheiten und setzen die Einnahmen aus dem Wildtiertourismus für ihre Schutzmaßnahmen ein. Die Nashörner von Etosha dienen außerdem als Spenderpopulation: Wenn alle Voraussetzungen stimmen, werden sie in andere Schutzgebiete der Region umgesiedelt, um dort die Population wieder aufzustocken. So sehen echte Helden aus.
Bei einer Safari können auch Sie Ihren Beitrag zum Schutz der Nashörner leisten. Veröffentlichen Sie keine Bilder von Nashörnern mit Standortangabe in den sozialen Medien, damit Wilderer sie nicht sehen können. Oder noch besser: Legen Sie das Handy beiseite, genießen Sie den Moment und bewahren Sie ihn für immer in Ihrer Erinnerung.
Wie könnte man einen Artikel besser beenden als mit Fun Facts, die Sie zum Schmunzeln bringen und mit denen Sie andere Tierfreunde beeindrucken können?
Bei zahlreichen Aktivitäten können Sie Spitzmaulnashörner in ihrem Zuhause besuchen.