Simbabwes Victoriafälle

Wenn Sie eine Bucketlist führen, sollten die Victoriafälle dort ganz oben stehen. Nur wenige Orte tragen ihren Status als UNESCO-Weltnaturerbe und eines der Sieben Naturwunder der Erde so überzeugend. Hier stürzt der mächtige Sambesi über eine Basaltkante 108 Meter tief in eine schmale Schlucht und bildet damit die größte herabfallende Wasserwand der Erde. Die lokale Bezeichnung ist Mosi-oa-Tunya (der Rauch, der donnert). Das Donnern der Fälle ist bis zu 40 Kilometer weit zu hören, während gewaltige Nebelschwaden hoch über die Schlucht steigen. In der Hochwasserzeit stürzen rund 500 Millionen Kubikmeter Wasser pro Minute über die Kante; das entspricht etwa 200 olympischen Schwimmbecken.

Ein Fluss, eine Grenze

Die Victoriafälle liegen am Sambesi und bilden die natürliche Grenze zwischen Sambia und Simbabwe. Beide Seiten bieten spektakuläre Ausblicke. Da jedoch etwa drei Viertel der Fälle auf simbabwischer Seite liegen, finden sich hier die meisten Aussichtspunkte. Spazieren Sie entlang der Waldpfade im Victoria Falls Nationalpark, halten Sie an nebelverhangenen Aussichtspunkten, oder überqueren Sie die ikonische Victoria Falls Bridge für eine völlig neue Perspektive. Mit Reisepass und Visa on arrival (ca. 50 USD) ist es leicht, beide Seiten der Fälle an einem Tag zu erleben. Das sogenannte KAZA Univisa ermöglicht unkomplizierte Grenzübertritte zwischen Simbabwe und Sambia und gilt sogar für die Rückkehr am selben Tag aus Botswana.

Safaris am und im Wasser

Ein Besuch der Victoriafälle ohne Safari wäre eine verpasste Gelegenheit. Die Tierbeobachtung geht hier weit über klassische Pirschfahrten im Geländewagen hinaus: Erkunden Sie die Region per Boot, Kanu oder zu Fuß. Der Victoria Falls Regenwald beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und ist der einzige Regenwald der Erde, in dem es durchgehend regnet – gespeist vom permanenten Sprühnebel der Fälle. Abseits des Nebels erwarten Sie eindrucksvolle Begegnungen mit den Big Five sowie unvergessliche Flusssafaris, bei denen Flusspferde neben Ihrem Kanu auftauchen und Elefanten, Zebras, Impalas, Büffel, Kudus und Krokodile die Ufer säumen.

Adrenalin am Sambesi

Wenn Sie Action und Adrenalin suchen, sollten Sie den Sambesi nicht verpassen. Hier gibt es zahlreiche außergewöhnliche Outdoor-Aktivitäten – darunter Bridge Swing, Bungee-Jumping und Wildwasser-Rafting. Beachten Sie jedoch, dass einige Aktivitäten während der Hochwasserzeit (März und April) nicht möglich sind, wenn die Victoriafälle ihre volle Kraft entfalten. Die Niedrigwasserzeit dauert von Juni bis Oktober und ist die beste Zeit für wasserbasierte Abenteuer.

Informationen und Fakten

Die Victoriafälle gehören zu den Sieben Naturwundern der Erde. Hier stürzt der Sambesi 108 Meter tief in eine Schlucht und bildet damit die größte herabfallende Wasserwand der Welt; ein Spektakel, das lokal als Mosi-oa-Tunya (der Rauch, der donnert) bekannt ist. Die Victoriafälle liegen zwischen Sambia und Simbabwe und bieten hervorragende Aussichtspunkte, üppige Regenwaldspaziergänge, unvergessliche Safaris und adrenalingeladene Abenteuer auf dem Sambesi.

Die häufigsten Tierarten

  • Pavian
  • Diademmeerkatzen
  • Warzenschwein
  • Elefant
  • Büffel
  • Nilpferd
  • Krokodil
  • Buschbock
  • Impala
  • Kudu
  • Zebra
  • Giraffe
  • Löwe
  • Leopard
  • Hyänen
  • Afrikanischer Wildhund
  • Und viele Vogelarten: Nashornvogel, Drongo, Paradiesschnäpper, Wanderfalke, Malaienadler…

Fakten über die Viktoriafälle

  • Die größten Wasserfällen der Welt (1.708 Meter breit und 108 Meter hoch)
  • Eines der Sieben Naturwunder der Welt und UNESCO Weltnaturerbe
  • Echter, lokaer Name: Mosi-oa-Tunya, der Rauch, der donnert
  • An der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe

Aktivitäten an den Victoriafällen

  • Geführte Pirschfahrten
  • Wildwasser-Rafting
  • Kayaking
  • Bungeejumping
  • Kanusafaris

Anreise

Um zu den Victoriafällen in Simbabwe zu gelangen, fliegen Sie in der Regel zum Victoria Falls International Airport (VFA). Eine Anreise über Land aus den Nachbarländern ist ebenfalls möglich, insbesondere über eine sehr beliebte Route, die Kasane (und den Chobe Nationalpark) über den Grenzübergang Kazungula mit den Victoriafällen verbindet. Nach dem Grenzübertritt sind es noch etwa 70 Kilometer auf der Hauptstraße in östlicher Richtung bis zu den Fällen.

Klima

Die grüne Regenzeit lässt das Land von November bis April neu aufleben. Freuen Sie sich auf Tageshöchsttemperaturen von rund 30 °C sowie kurze, eindrucksvolle Gewitter am Nachmittag. Die heißen und feuchten Bedingungen sorgen für spektakuläre Sonnenuntergänge. Die Trockenzeit von Juni bis Oktober ist sonnig und trocken, mit Temperaturen zwischen 25 °C und 28 °C am Tag. Zwischen Februar und Juli führt der Sambesi Hochwasser, und der Wasserfall zeigt sich von seiner gewaltigsten Seite – mit einem Höhepunkt meist im März und April. Stellen Sie sich darauf ein, von der Gischt vollkommen durchnässt zu werden!

Beste Reisezeit für die Victoriafälle

Die Victoriafälle sind ein ganzjährig beliebtes Reiseziel. Allerdings bieten die verschiedenen Jahreszeiten völlig unterschiedliche Erlebnisse der Fälle. Als Faustregel gilt: Alle Aktivitäten auf dem Wasser sind am besten möglich, wenn der Wasserstand niedrig ist, da die Strömung sonst zu stark wird. Die trockensten Monate (Juni – Oktober) eignen sich zudem ideal für Safaris; Tiere lassen sich besonders gut beobachten, da sie sich kaum von den wenigen verbliebenen Wasserstellen entfernen. Bei hohem Wasserstand (mit dem Höhepunkt im März und April) erleben Sie hingegen die eindrucksvollste und spektakulärste Ansicht der Victoriafälle.

Häufige Fragen zu den Victoriafällen