Die Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen sind riesige Überreste eines uralten Riesensees. Unwirkliche Salzebenen, Graslandschaften und Horizonte schenken hier zahlreichen Wildtieren ein Zuhause. Ein Teil dieses Gebiets ist unter Schutz gestellt (rund 5.000 km²), doch die Salzpfannen sind größer als die Parks, und einige der eindrucksvollsten Highlights liegen außerhalb.
Die Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen im Nordosten Botswanas sind zwei der größten benachbarten Überreste eines uralten Supersees so groß wie die Schweiz. Über Jahrtausende verschoben sich tektonische Platten und leiteten das Wasser um, das einst vom Okavango Delta und umliegenden Flusssystemen kam. So entstanden eine riesige, scheinbar endlose Salzkruste, und ein Netz aus Salzebenen und Grasland, das sich über rund 12.000 Quadratkilometer erstreckt.
Oft werden die Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen in einem Atemzug erwähnt, obwohl sie grundverschieden sind. Makgadikgadi zeichnet ein dramatisches Bild, mit blendend weißen Salzpfannen, die sich bis ins Unendliche erstrecken. Hier finden sich Orte wie Sowa Pan und Ntwetwe Pan, wo der Horizont mit der Erde verschmilzt und man Nord und Süd nicht mehr unterscheiden kann. Nxai wirkt hingegen sanfter und fast poetisch. Hier sind die Pfannen mit goldenen Graslandschaften und einzigartigen Affenbrotbäumen gespickt. Das Ergebnis: eine enorm fotogene Landschaft.
Doch nicht nur die Weite zeichnet diese Region aus, sondern auch die Stille. Die Salzpfannen sind so flach und weitläufig, dass sie Ihre Wahrnehmung täuschen: Entfernungen verschwimmen, Horizonte biegen sich, und an manchen Tagen glauben Sie fast, die Erdkrümmung zu sehen. Die Leere dieses Orts wird möglicherweise zum unvergesslichsten Teil Ihrer Reise.
In den endlosen Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen gibt es ein paar Highlights, die fast schon mythisch anmuten und die es zu entdecken lohnt.
Im Nxai erheben sich sieben uralte Affenbrotbäume aus der weiten Ebene. Sie stehen genau dort, wo sie schon immer standen, als hätte die Zeit beschlossen, eine Pause einzulegen.
Die zwei Giganten in Makgadikgadi: Ntwetwe Pan und Sowa Pan sind riesig und hypnotisierend leer. Nach dem Regen verwandeln sie sich in flache, spiegelglatte Seen, die unzählige Flamingos und andere Vogelarten anziehen.
In Makgadikgadi erhebt sich die ca. zwei Milliarden Jahre alte Insel Kubu. Sie wird von den Einheimischen als heilig angesehen, strahlt eine spirituelle Atmosphäre aus und verzaubert mit einem glitzernden Sternenhimmel.
In den Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen gibt es zwar nicht viele Tiere, dafür aber besondere. Sie alle meistern das Überleben in einer unwirklichen Landschaft und haben sich perfekt an sie angepasst.
Die Erdmännchenkolonien werden Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sie haben sich an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, wodurch sie ihnen nahekommen können, ohne sie zu bedrängen. Bei einer geführten Wanderung bei Sonnenaufgang kann es gut sein, dass Ihnen mehrere begegnen und Ihre Schulter (oder Ihren Kopf 🙂) als Aussichtspunkt nutzen.
Die Schabrackenhyäne ist eines der seltensten Raubtiere Afrikas. Während es andere in diesen trockenen Landschaften schwer hätten, fühlt sich dieser Einzelgänger mit seinem zotteligen Fell pudelwohl. Schabrackenhyänen sind zwar in erster Linie Aasfresser, aber alles andere als faul, da sie jede Nacht weite Strecken auf der Suche nach Nahrung zurücklegen. Eine Sichtung ist nicht garantiert, aber genau das macht den Reiz aus.
Die Kalahari-Pflanzenfresser sind Meister der Effizienz. Der Gemsbock kann lange ohne Trinkwasser überleben, da er den Pflanzen Feuchtigkeit entzieht, und Springböcke können ihre Körpertemperatur regulieren, um sich der Hitze anzupassen. Die Löwen (oft als Kalahari-Löwen bezeichnet) streifen durch größere Gebiete, haben dunklere Mähnen und sind robuster, um die Anforderungen dieser rauen Umgebung zu meistern.
Jedes Jahr begeben sich Tausende Zebras auf eine der weniger bekannten Wanderungen Afrikas – beziehungsweise auf zwei. Eine Truppe wandert von Chobe zum Nxai Pan Nationalpark, die andere bewegt sich zwischen dem Okavango Delta und Makgadikgadi. Nach dem Regen treffen sie in beeindruckender Zahl ein und hauchen der fast leeren Landschaft neues Leben ein.
Bei den Aktivitäten in den Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen geht es weniger um Adrenalin und vielmehr um neue Perspektiven.
Kaum ein Erlebnis fängt die Besonderheit der Makgadikgadi Salzpfannen so ein wie eine Nacht unter freiem Himmel.
Ihr „Sternenbett“ steht mitten im Naturschutzgebiet. Nur ein Moskitonetz trennt Sie hier vom großen Universum. Wenn die Nacht hereinbricht, wird die Stille fast greifbar, nur unterbrochen vom gelegentlichen Wind über der Salzkruste.
Über Ihnen ist der Himmel mit so vielen Sternen übersät, dass es fast unwirklich erscheint. Und gerade als Sie beginnen, dies unermessliche Schönheit zu begreifen, bricht der Morgen an. Das erste Licht erhebt sich über die weiße Weite und taucht die Salzpfanne in sanftes Licht.
Die Makgadikgadi und Nxai Salzpfannen verändern sich nicht mit den Jahreszeiten, sie erfinden sich neu. Die richtige Reisezeit hängt also nur davon ab, welche Version Ihnen besser gefällt.
Erleben Sie die typische Salzpfannen. Das verdunstete Wasser hat riesige Salzkrusten hinterlassen, die sich bis zum Horizont erstrecken. Das Licht ist grell, die Luft trocken, und die Landschaft wirkt abstrakt: nur Linien, Strukturen und Endlosigkeit.
Highlights:
Mit den ersten Regenfällen beginnt die Verwandlung. Was trocken und rissig war, wird spiegelglatt und lebendig: Teile der Pfannen füllen sich mit seichtem Wasser, während andere sich in üppige Graslandschaften verwandeln.
Höhepunkte:
Inmitten dieser unermesslichen Weite finden Sie Orte, die ebenso wunderschön sind wie die Salzwüsten selbst.