Watamu: Kenias geheimer Traumstrand

Von Korallenriffen und Mangrovenwäldern bis hin zu einer jahrhundertealten Geschichte – in Watamu erwartet Sie eine überraschende Vielfalt an Highlights. Entspannen Sie am Meer, entdecken Sie das Landesinnere und erleben Sie den typischen Alltag einer Küstenstadt.

Bei Kenia denken die meisten zuerst an das Masai Mara Nationalreservat: Gnus, Raubkatzen und endlose Weiten. Und ja, dieses besondere Fleckchen Erde wird seinem Ruf gerecht. Doch 100 Kilometer nördlich von Mombasa gibt es einen Küstenabschnitt, der auf seine ganz eigene Art verzaubert: Er vereint einen geschützten Meerespark, antike Ruinen, Mangrovenwälder, Schildkröten-Nistplätze an weißen Sandstränden und die entspannte Atmosphäre eines Fischerdorfes. Den Namen dieses Ortes kennt jedoch kaum jemand.

Er heißt Watamu.

Überraschungen an jeder Ecke

Watamu liegt innerhalb des Malindi-Watamu-Arabuko Sokoke Biosphärenreservats, eines von der UNESCO anerkannten Gebiets, das den Watamu Marine Nationalpark, den Malindi Marine Nationalpark sowie das Arabuko Sokoke Forest Reserve umfasst. Die Gewässer sind ruhig und schimmern selbst an bewölkten Tagen in einem wunderschönen Türkis. Hinter dem Strand schlängelt sich der Mida Creek landeinwärts und wird gesäumt von dichten Mangrovenwäldern, in denen unzählige außergewöhnliche Vogelarten zu Hause sind.

Turtle in Kilifi - Watamu
activity

Doch Watamu hat weit mehr zu bieten als nur seinen Strand (auch wenn man am liebsten für immer dortbleiben möchte). Sie können morgens über bunte Korallen schnorcheln, nachmittags durch die Suaheli-Ruinen aus dem 12. Jahrhundert spazieren und abends Grüne Meeresschildkröten am Strand beobachten – all das, ohne länger als 30 Minuten unterwegs zu sein. Die Stadt selbst ist nämlich nicht sehr groß: Statt vieler großer Hotelanlagen erleben Sie hier authentischen keniaschen Alltag.

Die Fischerboote laufen im Morgengrauen aus, und die lokalen Restaurants servieren den ganzen Tag über frisch gefangenen Fisch. Hier pulsiert das echte Leben, und genau das macht den Charme aus.

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Erleben Sie Unvergessliches

Watamu ist ein Muss für Neugierige. Das Wasser, der Wald und die Geschichte – hier gibt es so viel zu sehen und fast alles ist einfach zu erreichen.

Auf (und im) Wasser

Schnorcheln und Delfinbeobachtungen im Watamu Marine Nationalpark gehören zu den größten Highlights. Der Park schützt eines der intaktesten Korallenriffsysteme Ostafrikas, und an einem guten Tag teilen Sie das Wasser mit Grünen Meeresschildkröten, Karettschildkröten, Ostpazifischen Delfinen und Rifffischen in allen erdenklichen Farben. Saisonal ziehen sogar Walhaie durch die Gewässer. Wenn Sie lieber trocken bleiben möchten, steigen Sie einfach in ein Glasbodenboot und genießen den Blick von oben.

Eine Bootsfahrt über den Mida Creek führt Sie mit einem traditionellen Holzboot in die Mangroven. Hier können Sie die ruhigere Seite von Watamu erleben und bei Ebbe sogar Sandbänke entdecken, die von zahlreichen Vögeln eingenommen werden.

An Land

Die Gedi Ruinenstadt liegt sieben Kilometer von Watamu entfernt und ist die kurze Fahrt wert. Diese Suaheli-Stadt wurde im 12. Jahrhundert erbaut, im 17. Jahrhundert verlassen und mit der Zeit vom Arabuko Sokoke Wald zurückerobert. Ein Spaziergang durch die Ruinen – vorbei an Moscheen, Palastmauern und überwucherten Korallensteinhäusern – ist heute ein einzigartiges und stimmungsvolles Erlebnis. Archäologen fanden hier sogar chinesisches Porzellan, indische Perlen und Glaswaren, und konnten damit die einst enge Beziehung zwischen der Küstenstadt und der Handelswelt belegen.

Es darf noch ausgefallener sein? Die Bio-Ken Snake Farm in Watamu wird von einem professionellen Herpetologen geleitet und beherbergt einige der giftigsten Arten Ostafrikas, darunter Schwarze und Grüne Mambas, Puffottern und Kobras. Die Anlage ist sowohl ein Bildungszentrum als auch eine Forschungsstätte für Schlangengift. Wirklich interessant und alles andere als eine Touristenfalle.

Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch die Mambrui Sand Dunes nördlich von Malindi besuchen. Die sanften Dünen liegen direkt am Küstenrand und sind gespickt mit Affenbrotbäumen. Das Beste: Nicht viele verirren sich hierher. In der Nähe befindet sich die Marafa-Senke (besser bekannt als „Hell’s Kitchen“). Die dramatische Schlucht aus rotem und weißem Sandstein ist zu Graten und Felsspitzen erodiert. Ein besonders magisches Farbenspiel erwartet Sie dort bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang.

Gede Ruins Kenya Malindi
Watamu beach rocks

Deshalb ist Watamu ein Muss

Watamu ist ein magischer Ort, da Sie in Ruhe entspannen, aber auch Besonderes entdecken können. Hier existieren weiße Sandstrände, eine artenreiche Unterwasserwelt, uralte Geschichte und authentischer lokaler Charakter Seite an Seite. Das Örtchen liegt fernab der Massen und ist dennoch überraschend leicht zu erreichen. Wenn Sie selbst dort sind, werden Sie verstehen, warum viele Besucher es als ihren Geheimtipp bezeichnen.

Die meisten Reisenden fliegen nach Malindi, das nur 15 Kilometer entfernt liegt, oder fahren von Mombasa aus mit dem Auto an. Drei bis fünf Übernachtungen bieten Ihnen genügend Zeit, um die Höhepunkte in Ruhe zu erkunden – auch wenn viele am liebsten länger bleiben möchten.

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